Aktivität
Vogelbeobachtung
Vogelbeobachtung in der Antarktis bedeutet Pinguine an Land und Albatrosse, die den Wind am Heck des Schiffes reiten – oft ganz ohne das Deck zu verlassen. Geduld zählt mehr als Ausrüstung, auch wenn ein gutes Fernglas hilft.
Auf den meisten Expeditionsschiffen ist Vogelbeobachtung weniger ein eigener Ausflug als vielmehr eine Art, dem, was ohnehin um einen herum geschieht, Aufmerksamkeit zu schenken: den Wander- und Schwarzbrauenalbatrossen, die das Schiff durch die Drake Passage begleiten, den Sturmvögeln und Prionen, die im Kielwasser jagen, und den Pinguinkolonien, an denen man bei fast jeder Anlandung vorbeikommt. Manche Schiffe bieten eigene Birding-Sessions an, meist geleitet von einem Ornithologen an Bord, entweder als Beobachtungswache auf dem Brückendeck an Seetagen oder als langsamere, bewusstere Variante einer regulären Zodiac-Fahrt entlang von Klippen und Küstenabschnitten, an denen sich Brutplätze konzentrieren.
Wo eine eigene Vogelbeobachtungstour als buchbare Aktivität existiert, findet sie in der Regel parallel zur Standard-Anlandung oder Zodiac-Tour desselben Zeitfensters statt, sodass man sich zwischen beidem entscheiden muss, statt beides zu erleben. Die Plätze sind begrenzt und werden pro Abfahrt vergeben, weshalb es sich lohnt, frühzeitig Interesse anzumelden – besonders bei Reisen, die auf die Brutsaison von November bis Januar fallen, wenn die Kolonien am belebtesten und das Verhalten am leichtesten zu beobachten ist. Wie bei allem im antarktischen Reiseprogramm hängt die endgültige Entscheidung von Wetter, Seegang und Eisbedingungen am jeweiligen Tag ab, und Pläne können sich kurzfristig ändern.
Es eignet sich für Reisende, die lieber stillstehen und beobachten, als eine weitere Anlandung abzuhaken, und denen kalte Hände für einen klaren Blick durchs Fernglas nichts ausmachen. Vorkenntnisse in der Vogelbeobachtung werden nicht erwartet; die Guides erklären in der Regel, was man gerade sieht. Wer schon weiß, dass dies für die Reise Priorität hat, sollte es bei der Buchung optionaler Aktivitäten erwähnen, da die besser organisierten Sessions auf kleineren Expeditionsschiffen schnell ausgebucht sein können, sobald die Abfahrten bestätigt sind.
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Weitere Highlights
Aktivität
Bergsteigen & Skitouren
Beim Bergsteigen und bei Skitouren geht es in kleinen Gruppen vom Schiff hinauf auf antarktische Hänge und Grate – angeseilt oder mit Fellen unterwegs, abseits der üblichen Anlandestellen. Anstelle der Zodiac-Fahrt tritt eine langsamere, körperliche Erkundung desselben weißen Terrains.
Aktivität
Camping
Camping auf dem antarktischen Kontinent bedeutet, direkt im Schnee in einem Biwaksack zu schlafen, unter einem Himmel, der im Sommer kaum je richtig dunkel wird. Es findet an ausgewählten Nächten statt, wenn die Bedingungen es zulassen, mit begrenzten Plätzen je nach Landegenehmigung des Schiffs.
Tierwelt
Eselspinguin
Ein untersetzter Pinguin mit orangefarbenem Schnabel aus der Gattung Pygoscelis, eng verwandt mit Adélie- und Zügelpinguin. Sein lauter, trompetender Ruf mit zurückgeworfenem Kopf trägt weit über die Küstenkolonien, an denen Expeditionslandungen stattfinden.