Antarctica Unlocked

1.000 Abfahrten bei 14 Reedereien und 39 Schiffen

Tierwelt

Seiwal

Der Seiwal ist nach dem Blauwal und dem Finnwal der drittgrößte Furchenwal und einer der schnellsten Wale überhaupt – er schafft kurze Sprints von fast 50 km/h. Er bevorzugt tiefes Offshore-Wasser, weshalb eine Sichtung während der Überfahrt nach Süden eher ein echter Bonus als eine Gewissheit ist.

Seiwal
Foto von NOAA, Right Wale Aerial Survey, Public domain, über Wikimedia Commons

Seiwale sind für das offene Meer gemacht und nicht für Küstengewässer – und genau dorthin führen Expeditionsrouten. Bei der Überquerung der Drake Passage oder auf dem Weg durch die Scotia Sea lohnt sich ein Blick auf ruhigere Abschnitte tiefen Wassers; Seiwale meiden polare wie tropische Extreme sowie halb geschlossene Buchten und tauchen daher eher mitten im Ozean auf als versteckt in Fjorden. Meist sind sie einzeln oder in losen Gruppen von fünf bis sechs Tieren unterwegs, tauchen kurz zum Atmen auf und ziehen dann mit hoher Geschwindigkeit weiter – und diese Geschwindigkeit ist beachtlich: Der Seiwal zählt zu den schnellsten Walen der Welt und schafft kurze Sprints von rund 50 km/h.

Rund um South Georgia und entlang des weiteren Wanderkorridors häufen sich die Sichtungen im südlichen Sommer, wenn Seiwale durch subpolare Nahrungsgründe ziehen, bevor sie später im Jahr zurück in wärmere Fortpflanzungsgebiete im Norden wandern. Sie filtern beim Fressen Ruderfußkrebse, Krill und anderes Zooplankton, und ein an der Oberfläche fressendes Tier liefert oft den besten Hinweis auf seine Identität: erkennbar an einem dunklen, stahlgrauen Körper und den helleren, fleckigen Partien, die manchmal an der Unterseite sichtbar sind.

Zwei Jahrhunderte kommerziellen Walfangs haben der Art schwer zugesetzt – allein im 20. Jahrhundert wurden mehr als 255.000 Tiere getötet –, und sie gilt weiterhin als gefährdet. Die Bestände erholen sich jedoch, weshalb ein ferner Blas oder eine schnelle, niedrige Rückenfinne, die durch diese südlichen Gewässer schneidet, immer noch zu den still eindrucksvollsten Sichtungen einer Reise zählt.

Termine finden, die dorthin führen →

Weitere Highlights

Aktivität

Bergsteigen & Skitouren

Beim Bergsteigen und bei Skitouren geht es in kleinen Gruppen vom Schiff hinauf auf antarktische Hänge und Grate – angeseilt oder mit Fellen unterwegs, abseits der üblichen Anlandestellen. Anstelle der Zodiac-Fahrt tritt eine langsamere, körperliche Erkundung desselben weißen Terrains.

Aktivität

Camping

Camping auf dem antarktischen Kontinent bedeutet, direkt im Schnee in einem Biwaksack zu schlafen, unter einem Himmel, der im Sommer kaum je richtig dunkel wird. Es findet an ausgewählten Nächten statt, wenn die Bedingungen es zulassen, mit begrenzten Plätzen je nach Landegenehmigung des Schiffs.

Tierwelt

Eselspinguin

Ein untersetzter Pinguin mit orangefarbenem Schnabel aus der Gattung Pygoscelis, eng verwandt mit Adélie- und Zügelpinguin. Sein lauter, trompetender Ruf mit zurückgeworfenem Kopf trägt weit über die Küstenkolonien, an denen Expeditionslandungen stattfinden.